Stellungnahme vom Team Michl zum Thema Language Proficiency

Am Montag, dem 29.04.2019 wird in Paris zwischen ICAO und EASA weiterverhandelt und höchstwahrscheinlich bereits der Status eines working papers erreicht.
Hier ein Zitat eines maßgeblichen ACG-Mitarbeiters, der in Paris dabei sein wird:

Neben Bestrebungen auf internationaler Ebene gemeinsame, für alle EASA-Mitgliedsstaaten verbindliche Mindestkriterien für Sprachkompetenzprüfungen für Piloten zu erarbeiten, wird derzeit auf nationaler Ebene einerseits an einer einheitlichen Prüfung für Sprachkompetenz und Flugfunk gearbeitet und andererseits die Umsetzung eines Language Proficiency Projekts speziell für LAPL-Inhaber geprüft.

Die Zusammenlegung von Sprachkompetenz- und Flugfunkprüfung soll im Sinne eines „One Shop“ Konzeptes dazu führen, dass mehrere Prüfungen direkt bei der Behörde bzw. bei einer dislozierten Trainingsorganisation zur selben Zeit abgelegt werden können, um den Prüfungsaufwand für Piloten möglichst gering zu halten.

Das „LAPL – L4“ Projekt sieht vor, die Sprachkompetenzprüfung von LAPL-Piloten, ausschließlich für ICAO Level 4 im Rahmen einer praktischen Prüfung von einem entsprechend ausgebildeten Flugprüfer durchzuführen, wobei die Verlängerung der Lizenz per Handeintrag weiterhin möglich sein soll.

Das übergeordnete Ziel der Behörde ist es, durch die genannten Verbesserungen und Standardisierungen der Sprachkompetenzprüfung für Piloten eine höhere Akzeptanz in der allgemeinen Luftfahrt zu erreichen und somit die Sicherheit der Luftfahrt insgesamt zu erhöhen.

Stellungnahme des Teams Michl dazu:

Wichtig ist dabei ein einheitlicher Status in der EASA, damit es künftig zu gegenseitigen Anerkennungen kommen kann. Davon werden noch Generationen künftiger Piloten Nutzen ziehen.

Das Projekt L4 ist eine reine EASA Angelegenheit, die ohne ICAO und daher schneller vorangetrieben werden kann.

Man erkennt die Wichtigkeit nationaler Regelungen, denn ohne solche Initiativen bleiben EU-weite Regulations oft reine “Papierregeln”.

Zu beiden Themen hat das Team Michl ganz konkrete Initiativinhalte geliefert und wir freuen uns mit den Verantwortlichen der ACG, die seit Monaten unsere Bemühungen unterstützen und federführend vorantreiben, über diesen Zwischenerfolg und gratulieren den involvierten Personen zu den Fortschritten.

Diese Regelungen werden eine Trendumkehr bei der LPC Akzeptanz einleiten.
Auch wenn man berücksichtigt, dass eine erhebliche Anzahl von Piloten aus Altersgründen nicht mehr verlängert hat, sind es doch im Sinne der Flugsicherheit zu viele, die die LP verfallen ließen.

Alle die bisher nur über allgemeine Infos des aktuellen AOPA Vorstandes vom Stand der Dinge Kenntnis erlangt haben, können sich hier jetzt ein konkretes und sachlich fundiertes Bild machen.

Eine Antwort auf „Stellungnahme vom Team Michl zum Thema Language Proficiency“

  1. Wollen wir es auf den Punkt bringen:

    Wir wissen ja aus leidvoller Erfahrung, dass durch einen ehemaligen ACG-Mitarbeiter die Angelegenheit auf die Spitze getrieben wurde.
    Erinnern wir uns: Zuerst war ein Langugage Examiner notwendig, dann aus Misstrauen mussten es zwei sein. Als das gewünschte „Ergebnis“ nicht zu erzielen war musste auch noch ein Language Expert her und danach kamen als Gipfel der unerhörten Geschäftemacherei die Labs! Viele nennen es Lobbying, wir wissen nicht was wir dazu sagen sollen – aber es regt zum Nachdenken an.
    Aus Protest legten viele (zuvor geprüfte – ansonsten hätte es ja keine Ernennung geben dürfen) Language- Examiner die Funktion zurück oder man versuchte seitens ACG deren Kompetenz anzuzweifeln – wie man hört.

    Im Moment verlangt AUSTRO CONTROL im Inland bei aufrechtem AFZ oder EFZ keinen Eintrag des Language Proficiency Tests. bzw. finden sich auf deren Homepage widersprüchliche Aussagen.
    Strittig ist/war, ob das amtlich ausgestellte AFZ/EFZ (in Österreich) alleine ausreicht.

    Lassen wir doch die Kirche im Dorf!
    * Tatsächlich ist das von der Fernmeldebehörde ausgestellte Flugfunkzeugnis ein Bescheid, der in Rechtskraft erwächst. Nach Erlangung der Rechtskraft ist dieser mit dem Siegel der Republik Österreich ausgestellte Bescheid nicht mehr umkehrbar!

    * Fakt ist auch, dass sich die Fernmeldebehörde ohnehin und ausschließlich der Mitarbeiter der AustroControl bedient und daher während der Prüfung die Kompetenz des Approbanden sowohl in Deutsch und Englisch geprüft wird.
    Es geht also in erster Linie in Österreich um einen Kompetenzstreit zweier gleichrangiger Behörden, die unter gemeinsamer Aufsicht des BMVIT stehen – und das auf dem Rücken der Piloten.

    Aus unserer Sicht muss in jedem Fall das Ziel sein, dass eine sachliche Erst-Beurteilung auch durch einen Examiner möglich ist, danach bei einem Lehrerflug zur Verlängerung der Klassenberechtigung auch durch einen Fluglehrer/FI.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.